November 2018, etwas zu warm und extrem trocken

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Der Rückblick auf den November 2018

Der November reihte sich nahtlos in die im April begonnene Serie zu warmer, erheblich zu trockener und  ungewöhnlich sonnenscheinreicher Monate ein. Ursache dafür war der meist vorherrschende Hochdruckeinfluss, wodurch sich Tiefdruckgebieten nur selten die Gelegenheit bot, nach Mitteleuropa vorzudringen.

Anfangs ein sommerlicher Auftakt – später häufig Nachtfrost

 Mit 5,3 Grad Celsius (°C) lag im November der Temperaturdurchschnittum 1,3 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung nach oben 0,9 Grad. In NRW betrug die Abweichung 1,1 Grad (6,2 °C / normal 5,1 °C), in Ahlen gab es keine Abweichung (5,9 °C). Im Jahr 2018 trumpfte sogar der November in seiner ersten Hälfte nochmals mit fast sommerlicher Witterung auf: Eine südliche Strömung sorgte besonders im Lee der Alpen und einiger Mittelgebirge verbreitet für Temperaturen über 20 °C. Diese Marke wurde in BadKohlgrub-Rosshof, nördlich von Garmisch-Partenkirchen, gleich viermal erreicht bzw. überschritten. Die höchste Temperatur des Monats wurde in Rosenheim am 6. mit 24,2 °Cerreicht. Selbst am 12. November zeigte das Thermometer an einigen Stationen im Süden und in der Mitte Deutschlandsnoch einmal 20 bis 21 °C. Olbersleben, nördlich von Weimar, war dabei mit 21,3 °C der wärmste Ort. Somit zählt dieser Tag zu den spätesten Terminen mit mehr als 20 °C in Deutschland. Durch die Verlagerung hohen Luftdrucks von Ost- nach Nordeuropa konnte im letzten Monatsdrittel deutlich kältere Luft einfließen. Für einen richtigen Wintereinbruch reichte dies in den meisten Gebieten jedoch nicht. Die tiefste Temperatur wurde am 28. in Dippoldiswalde-Reinberg, südlich von Dresden, mit -10,3 °C erreicht.

Fortdauer der Dürre – in der zweiten Monatshälfte gebietsweise Schnee

 Auch im November blieben die von vielen erhofften, stärkeren undflächendeckenden Niederschläge aus. Stattdessen erreichte der Monat mit gut 20 Litern pro Quadratmeter (l/m²) nur ein Drittel seines Solls von 66 l/m² und war damit deutschlandweit bereits der zehnte zu trockene Monat in Folge. In NRW fielen 25 l/qm (30% / normal 78 Liter), in Ahlen waren es 17,6 % (11,6 Liter, Normal 66 Liter). Die Dürre verschärfte sich besonders in der Altmark im Norden Sachsen-Anhalts, in einem breiten Streifen nördlich des Erzgebirges und gebietsweise in Franken, wo weniger als 10 l/m² zustande kamen. Im äußersten Westen, vom Saarland bis zur Eifel, fielen dagegen bis zu 80 l/m². Doch auch dort blieben fast alle Stationen unter ihrem Soll. Ab dem 18. zeigtesich der November an manchen Tagen auch schneebedeckt. Dies beschränkte sich jedoch meist auf das Alpenvorland und wenige Landstriche im Mittelgebirgsraum. Immerhin lagen am 27. in Schöfweg im Bayerischen Wald 20 cm Schnee.

November 2018 unter den vier sonnenscheinreichsten seit Messbeginn 1951

Der November erreichte mit rund 75 Stunden 141 Prozent seines Sollsund gehört damit zu den vier sonnigsten seit Messbeginn 1951. In NRW schien die Sonne 85 Stunden (163%). Am längsten zeigte sich die Sonne im Bayerischen Wald mit bis zu 125 Stunden. Entlang der Donau und ihren Nebenflüssen schien die Sonne wegen häufigen Nebels örtlich weniger als 50 Stunden.

Wetter Südmünsterland


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