

Vor allem die Menschen in Lippstadt erinnern sich noch an den 20. Mai 2022. Damals war es Gewittertief EMMELINDE (https://wetter-suedmuensterland.org/2022/05/21/tornados-in-lippstadt-und-paderborn-enorme-schaden-und-40-verletzte/), dass in der Soester Börde rund um Lippstadt einen Tornado hervor brachte. Dieses mal hieß das Tief FRIEDA. Es zog schon am Dienstag auf dem Atlantik auf. Erreichte dann über Frankreich schließlich das Münsterland um zur Nordsee weiter zu ziehen. Dabei konnte im Warmsektor feuchtwarme Luft aus dem Mittelmeerraum bis nach Deutschland und ins Münsterland geführt werden. Die nachfolgende Kaltfront brachte dann den Luftmassenwechsel. Dabei kam es im westlichen Münsterland (Kreise Coesfeld und Steinfurt) zu einem Starkregenereignis. Dort wurden Straßen und Keller geflutet. In Coesfeld kamen in kurzer Zeit 65 l/m² vom Himmel. Das konnte die Kanalisation nicht mehr aufnehmen.

Anders die Situation im Kreis Warendorf. Hier zog die Kaltfront als unscheinbare Regenfront aus dem Rheinland herauf. Erst über dem südlichen Münsterland – über Hamm und Ahlen – verstärkte sie sich zu einer kräftigen Gewitterfront. Und so entstanden dann bei Sendenhorst und bei Telgte die bestätigten Tornados.



Vor allem in Telgte kam es zu größeren Schäden. Dort wurden Dächer abgedeckt, Photovoltaikanlagen herunter gerissen und Bäume umgeworfen. Die Feuerwehr und das THW waren stundenlang im Einsatz. Verletzt wurde zum Glück niemand.
Tornados gab es schon immer in Deutschland. Die Häufigkeit hat aber zugenommen.
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