Das Wetter in Ahlen im Juli 2026: Extrem trocken, sehr warm und Sonnenscheinreich!


In Ahlen war es im Juli deutlich zu trocken (15,4 Liter / 19 %)und erneut zu warm (20,3 °C, + 1,7 K). Somit fällt auch der zweite meteorologische Sommermonat zu warm und zu trocken aus. Überall in Europa macht sich die Trockenheit bemerkbar. Spanien, Frankreich, Griechenland, die Türkei leiden unter Waldbränden die ihres gleichen suchen. Die Flußpegel an deutschen Flüssen erreichen neue Rekord-Niedrigstände. Und trotz der Zahlen und Fakten bin ich überzeugt davon, dass sich auch unter diesem Artikel wieder die typischen Kommentare finden werden! „Es ist ein normaler Sommer“, „früher war es auch schon heiß“… Nein! War es eben nicht. An meiner Station in Ahlen wurden im Juni bei der frühen ersten Hitzewelle neue Rekorde aufgestellt (37,4 °C am 26.). Diese wurden am 30. Juli gleich wieder überboten. Bis auf den Mai waren in Ahlen bisher alle Monate in 2026 zu trocken. Nach Auswertung des DWD war der zu Ende gehende Juli gar der trockenste Juli seit Aufzeichnungsbeginn. Zahlen lügen nicht! Ich weiß daher nicht, woher diese Menschen ihre Weisheit nehmen, es wäre halt ein normaler Sommer! Und ich sehe auch für die erste Augusthälfte keine nennenswerten Niederschläge!

Kommen wir zur Auswertung:

Im Juli 2026 gab es sowohl bei der Temperatur, als auch beim Niederschlag und der Sonnenscheindauer ein deutlich ausgeprägtes Südwest-Nordost-Gefälle. Der Südwesten und Westen präsentierten sich deutlich wärmer als im langjährigen Mittel, gebietsweise extrem trocken und außergewöhnlich sonnig. Im Nordosten war es zwar ebenfalls wärmer, regional trockener und etwas sonniger als im Klimamittel, Maximalwerte wurden dort in der Fläche jedoch nicht erreicht.


Ungewöhnlich warmer Juli mit einer erneuten Hitzewelle zum Monatsende


Nachdem der Juni mit einer historischen Hitzewelle endete, startete der Juli mit etwas gemäßigteren Temperaturen. Im weiteren Monatsverlauf gab es dann ein leichtes Auf und Ab, allerdings auf insgesamt hohem Temperaturniveau, sodass am Ende das Temperaturmittel bei 19,7 Grad Celsius (°C) lag. Der Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 wurde um 2,8 Grad überschritten (16,9 °C) und auch der Vergleich mit der aktuellen und wärmeren Periode 1991 bis 2020 (18,3 °C) zeigt ein Plus von 1,4 Grad. Ahlen kommt auf ein Plus von 1,7 Grad und reiht sich so ohne Probleme in die Statistik ein. Das Temperaturgefälle zwischen einem außergewöhnlich warmen Südwesten und einem nicht ganz so warmen Nordosten war mit drei bis vier Grad sehr ausgeprägt. Dennoch wurde die Wärmebelastung im Südwesten über weite Strecken des Monats gedämpft, denn in den Nächten kühlte es oftmals unter 20 °C ab. Besonders kalt wurde es am Morgen des 24. als in Schorndorf-Knöbling (Bayern) mit 2,9 °C der deutschlandweite Monatstiefstwert registriert wurde. Zum Monatsende erfolgte ein erneutes kurzes Comeback der extremen Hitze. Im Zuge dessen wird für den 30. mit örtlich 40 °C das landesweite Monatsmaximum erwartet.


Trockenheit im Südwesten und Westen mit historischem Ausmaß


Mit rund 40 Liter pro Quadratmeter (l/m²) fiel im zweiten meteorologischen Sommermontag nur geringfügig mehr als die Hälfte des Niederschlags, der in der Referenzperiode 1961 bis 1990 (78 l/m²) gemessen wurde. Im Vergleich mit der aktuelleren und feuchteren Referenzperiode 1991 bis 2020 (87 l/m²) wurde das Defizit noch deutlicher. Es war somit der fünfte zu trockene Monat in Folge; mit Ausnahme Berlins wurde in keinem Bundesland das Klimasoll der Referenzperiode erreicht. Ahlen kommt mit 15,4 Litern gerade einmal auf 19 % des für Juli normalen Niederschlags. Historische Ausmaße nahm die Niederschlagsarmut im Westen, Teilen des Südwestens und der westlichen Mitte an. Gebietsweise landeten dort weniger als 10 l/m² in den Messtöpfen. Eine hohe Waldbrandgefahr, sehr niedrige und die Schifffahrt beeinträchtigende Wasserstände und massive Ertragseinbußen bei der Getreideernte waren die Folge. Lokal heftige und mit Starkregen einhergehende Gewitter konnten die Trockenheit in der Fläche nicht mindern. Die größte Tagesniederschlagssumme resultierte aus solch einem Gewitter und wurde am 15. mit 81 l/m² in Blumberg-Randen (Baden-Württemberg) gemessen.



Deutschlandweiter sonniger Juli, im Südwesten gebietsweise auf Rekordniveau


Deutschlandweit wurden im zweiten meteorologischen Sommermonat ungewöhnliche 272 Sonnenstunden, gerundet, gemessen. Das waren etwa 30 Prozent (%) mehr als in der Periode 1961 bis 1990 (211 Stunden). Etwas weniger deutlicher fiel das Plus im Vergleich mit der jüngeren Referenzperiode 1991 bis 2020 aus. Hier waren es 46 Stunden und damit etwa ein Fünftel mehr als der Referenzwert (226 Stunden). Gebietsweise bewegte der Südwesten sich auf Rekordniveau. Regional gab es dort 325 bis 350 Sonnenstunden und damit im Schnitt elf bis zwölf Sonnenstunden täglich. NRW vermeldet 262 Sonnenstunden (140 %)


Hier wie immer die Werte aus Ahlen:

Durchschnittstemperatur: 20,3 °C (+1,7 K)

höchste gemessene Temperatur: 36,8 °C (30.)

Niederschlag: 15,4 l/m² (19 %)

größte Tagesmenge: 6,0 l/m² am 26.

Luftdruck: 1018,1 hPa

Luftfeuchtigkeit: 69,9 %

Sommertage: 19

Heiße Tage: 5

Gewittertage: 2

Nebeltage: 0

Windgeschwindigkeit max.: 50,2 km/h am 26. (Bft 7)

(Wir verwenden bei allen Werten die gültige Referenzperiode von 1991 bis 2020.)


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