
Ahlen – Der Januar zeigte sich in Deutschland winterlich: Im Nordwesten Deutschlands war es, gemessen an der Zahl der Schneedeckentage, der schneereichste Januar seit 2010. Trotz dieser Schneefälle war der erste Monat des Jahres 2026 insgesamt
niederschlagsarm. Auffällig war zudem die Sonnenscheindauer, die in Süddeutschland
außergewöhnlich hohe Werte erreichte.

Januar mit winterlichem Temperaturniveau und milder Zwischenphase
Der Januar 2026 erreichte in Deutschland eine Gebietsmitteltemperatur von –0,7 °C und lag damit 0,2 Grad unter der Referenzperiode 1961-1990 (–0,5 °C). Im Vergleich zur wärmeren
Vergleichsperiode 1991-2020 (0,9 °C) ergab sich eine negative Abweichung von 1,6 Grad. Die
Temperaturen lagen insgesamt im Bereich der üblichen klimatologischen Schwankungen,
innerhalb des Monats traten jedoch deutliche Unterschiede auf. In der ersten Dekade setzte sich verbreitet Frostluft durch; der bundesweite Tiefstwert wurde dabei am 6. in Oberstdorf mit –21,7 °C gemessen. Zur Monatsmitte folgte eine deutschlandweite Milderung, die am 16. in Emmendingen-Mundingen im Oberrheingraben mit 16,3 °C ihren Höhepunkt erreichte. Im letzten Monatsdrittel stellte sich dann wieder ein winterliches Temperaturniveau ein.
Ahlen kam auf eine Mitteltemperatur von 1,6 Grad. Das entspricht einer negativen Abweichung von 0,9 K zur aktuellen Referenzperiode 1991-2020.
Verbreitet niederschlagsarm, aber in Teilen Norddeutschlands schneereich
Mit rund 45 l/m² blieb der Flächenniederschlag in Deutschland etwa 25 Prozent unter der
Referenzperiode 1961-1990 (61 l/m²) sowie rund 30 Prozent unter dem Mittel der Periode 1991-2020 (65 l/m²). Ein Schwerpunkt der Trockenheit lag mit nur rund 25 l/m² vor allem in weiten Teilen Ostdeutschlands. Die höchsten Monatsniederschläge traten dagegen in den Staulagen des Harzes und des Schwarzwaldes auf, wo örtlich über 100 l/m² registriert wurden. Dort wurde an der Station Bernau-Goldbach am 8. mit 41,5 l/m² der bundesweit höchste Tagesniederschlag gemessen. Im Bergland konnte sich eine dauerhafte Schneedecke halten, während sie in den Tieflagen meist nur episodisch bestand. In Teilen Nordwestdeutschlands war der Januar, gemessen an der Zahl der Schneedeckentage, verbreitet der schneereichste seit 2010.
Ahlen kam mit 46,4 l/m² auf magere 64,4 %, verglichen mit der Referenzperiode 1991 – 2020.
Sehr sonniger Januar mit trüben Regionen im Westen
Der Januar 2026 präsentierte sich deutschlandweit mit rund 67 Stunden ungewöhnlich sonnig. Das klimatologische Soll der Referenzperiode 1961-1990 (44 Stunden) wurde um rund 52 Prozent überschritten; auch im Vergleich zur neueren Referenzperiode 1991-2020 (52 Stunden) ergab sich noch ein Plus von etwa 29 Prozent. Außergewöhnlich sonnig verlief der Monat in Süddeutschland, wo gebietsweise deutlich über 100 Sonnenstunden registriert wurden. Deutlich trüber blieb es dagegen im Saarland und Teilen von Rheinland-Pfalz mit rund 35 Stunden.
NRW kam auf 58 Sonnenstunden (138 %)
Die gemittelte Luftfeuchtigkeit lag in Ahlen im Januar bei 88 %, das Luftdruckmittel bei 1005,4 hPa. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 1. mit 54,4 km/h gemessen. Es gab im Januar in Ahlen 1 Eistag, 20 Frosttage und 24 Tage mit Bodenfrost. Am 1. Januar gab es ein Wintergewitter. In Ahlen lag an 13 Tage eine Schneedecke von mindestens 1 cm. Die höchste Schneedecke wurde mit 6 cm am 30. erreicht. An 12 Tagen gab es Schnee- oder Schneeregenfälle.

Das Jahr 2025 war somit mit einem Mittelwert von 11,3 °C um 1,2 K zu warm. Es fielen 518,4 Liter Niederschlag, was 66,2 % des normalen Jahresniederschlags beträgt.
Wir nutzen für unsere Berechnungen die neue Referenzperiode von 1991-2020!
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