

Der Juli 2025 legte nicht nur in Ahlen einen fulminanten Start hin. Die ersten zwei Tage des Monats waren mit Höchstwerten bis 37,4 Grad (02.) sehr heiß. Wer konnte schon erahnen, dass es danach einen regelrechten und nachhaltigen Absturz in die Mittelmäßigkeit geben sollte. Hoch Bettina verabschiedete sich mit teils kräftigen Gewittern, die beiden Tiefs Dieter und Engin übernahmen. Und das nachhaltig. In der Folge wagte sich das Azorenhoch nur zeitweise nach Mitteleuropa. Kurze wärmere Intermezzos wurden schnell von Tiefausläufern ausgeräumt. Es blieb wechselhaft mit wiederholten Schauern und einzelnen Gewittern.
Bundesweit betrachtet war der zweite Sommermonat beim Vergleich mit der atuellen und warmen Referenzperiode von 1991 bis 2020 mit einem Mittelwert von 18,4 °C normal temperiert. In Ahlen konnten wir eine positive Abweichung von 0,9 K ermitteln (19,5 °C bei einem Referenzwert von 18,6 °C). Diese Abweichung kam allerdings auch nur durch die ersten zwei heißen Tage zustande.
Der Juli 2025 war in Ahlen mit einer gefallen Regenmenge von 36,0 Litern pro Quadratmeter mit 44,4% zum Mittelwert von 81 l/m² deutlich zu trocken. Auch wenn uns das durch die fast täglich fallenden Schauer nicht so vor kam. Bundesweit fiel allerdings zu viel Niederschlag. Im Mittel erreichten 114 Liter den Erdboden. Das sind zu den gemittelten 87 l/m² der nasseren Referenzperiode von 1991 bis 2020 immerhin 30% zu viel. Die Niederschlagsmengen in NRW waren dabei sehr unterschiedlich verteilt. Vor allem im Ruhrgebiet fielen teilweise nur 30 bis 60 Liter, in anderen Regionen waren es bis zu 100 Liter.
Die Sonne schob in den vorangegangenen Monaten Sonderschichten. Im Juli war sie dann wohl im Urlaub. Deutschlandweit kamen wir auf 189 Sonnenstunden. Normal sind im Juli 226 Stunden. Wir kamen also bundesweit auf 84%. In NRW schien sie hingegen mit 197 Sonnenstunden (normal 187 Stunden, 105%) leicht überdurchschnittlich.

Im Jahr 2025 liegt die Durchschnittstemperatur Ende Juli mit einem Mittel von 11,1 Grad um 1,2 K über dem langjährigen Durchschnitt.
Niederschlag fiel dieses Jahr bisher 272,8 l/m² (63,3 %), davon das meiste im Januar mit 95,4 l/m².
(Wir verwenden bei allen Zahlen die gültige Referenzperiode von 1991 bis 2020)
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