Das Wetterjahr in Ahlen erneut zu warm und viel zu nass!

Auch wenn es sich in unserer Region anders angefühlt hat. Das Jahr 2024 war um 1,8 Grad zu warm (12,0 Grad Celsius). Dabei trägt vor allem der Spätwinter und das Frühjahr zu diesen Abweichungen bei. Allein der Februar schlägt mit einer positiven Abweichung von 5 Grad (7,9 Grad) zu Buche. Es gab im Jahr 2024 keinen Monat, der unter dem Mittelwert lag. Die Klimaerwärmung macht sich also auch hier in Ahlen bemerkbar, denn 2024 ist keinesfalls ein Ausreißer.
Mit 118 Prozent (811 Liter/Quadratmeter) des normalen jährlichen Niederschlags liegen wir hier nach 2023 (166%) auch in diesem Jahr seit 2007 erst zum zweiten Mal über dem Soll. Auch hier waren der Spätwinter und das Frühjahr ausschlaggebend für den Überschuss.
Gemessen werden die Werte in Ahlen seit 2003 mit einer semiprofessionellen Wetterstation mit Bedingungen, wie sie von der internationalen Wetterbehörde (World Meteorological Organization WMO) vorgegeben werden. Als Referenzwerte werden seit letztem Jahr die Werte der (wärmeren) Referenzperiode von 1991-2020 herangezogen. Bei der älteren Referenzperiode von 1961-1990 würden die Abweichungen noch deutlicher ausfallen.
Nach einem teilweise winterlichen Januar (es gab in der ersten Hälfte 4 Eistage) und einer positiven Abweichung von nur 0,7 Grad, gab es in Ahlen den wärmsten Februar seit Aufzeichnungsbeginn. Mit einer Durchschnittstemperatur von 7,9 Grad Celsius war der Monat 5 Grad zu warm. Er trug damit erheblich für das zu warme Jahr 2024 bei. Auch der März schlug in die gleiche Kerbe. Er war mit 9,0 Grad um 3,2 Grad zu warm. Die Folgemonate waren zwar auch wärmer als die Werte der Referenzperiode, hier sticht aber erst der Dezember mit einer Abweichung von 2,2 Grad wieder deutlich hervor.
Das Jahr 2024 brachte es auf 811 Liter Niederschlag. Damit ist es nach 2023 mit 1300 Litern (166%), erst das zweite Jahr mit einem Überschuss seit 2007. Hervorzuheben sind hier der Februar (95,6 Liter auf den Quadratmeter/167,7%), der April (93,4 Liter/ 217,2%) und Mai (88,4 Liter/157,9%). Der Wasserhaushalt dürfte sich nach 2023 und 2024 so erholt haben.
Zu ähnlichen Ergebnissen kommt übrigens auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Deutschland. Nach Angaben der Behörde war das Jahr 2024 in Deutschland das wärmste Jahr seit dem flächendeckenden Messbeginn 1881.
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