Der Februar in Deutschland, NRW und Ahlen

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 Wieder sehr mild, dazu trocken und sehr sonnenscheinreich

Nachdem Dezember und Januar den Wasserhaushalt in Deutschland ein wenig aufbessern konnten, lief der Februar 2019 wieder in die andere Richtung. Erneut dominierten Hochdruckgebiete mit geringer Bewölkung. Sie sorgten damit für außergewöhnlich viel Sonnenschein und sehr große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Insgesamt lagen die Durchschnittstemperaturen und die Zahl der Sonnenscheinstunden weitüber dem vieljährigen Mittel.

Seit April 2018 der bisher elfte überdurchschnittlich warme Monat in Folge

Mit 3,9 Grad Celsius (°C) lag im Februar der Temperaturdurchschnitt um 3,5 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung nach oben 2,9 Grad. In NRW betrug die Abweichung nach oben 3,8 Grad, in Ahlen waren es 3,0 Grad. Ungewöhnlich – seit April 2018 lagen alle Monate in Deutschland über dem Schnitt. Ursache waren diesmal zahlreiche Hochdruckgebiete über Mitteleuropa. In den oft klaren Nächten kühlte sich die Luft besonders über Schneeflächen stark ab. So sank die Temperatur am 5. in Waldmünchen im Oberpfälzer Wald auf -17,9 °C und damit auf den tiefsten Wert des Monats. Tagsüber herrschte dagegen bei prallem Sonnenschein oft schon frühlingshafte Wärme. An vielen DWD-Messstellen wurden neue Tageshöchsttemperaturen für den Februar verzeichnet. So auch in Geilenkirchen, nördlich von Aachen, wo am 17. bereits das Quecksilber auf 20,6 °C kletterte. Am 26. konnte man in Kaiserslautern sogar 21,3 °C verzeichnen. Die Messstelle Reit im Winkl meldete am 18. in der Frühe noch -11,8 °C, tagsüber kletterte die Temperatur dann auf plus 14,1 °C.

Nur anfangs gebietsweise viel Schnee, sonst erheblich zu trocken

Während Dezember und Januar in Deutschland insgesamt für eine leichte Entspannung der Dürresituation gesorgt hatten, erreichte der Februar mit rund 30 l/m² nur 60 Prozent seines Solls von 49 l/m². In NRW fielen 40 l/qm (69 %), in Ahlen waren es 32 l/qm (61,5 %). Am trockensten war es dabei an einigen Stationen im südlichen Sachsen- Anhalt, im Norden von Sachsen und Thüringen mit Monatsmengen von weniger als 5 l/m². Schierke im Harz meldete dagegen allein am 10. nach schauerartigem, ergiebigem Regen 57,9 l/m². Den meisten Regen und Schnee erhielt im Februar der unmittelbare Alpennordrand mit örtlich mehr als 120 l/m². Bei Temperaturen von 0 °C brachte das Mittelmeertief „Quirin“ am 3. vor allem in Niederbayern, der südlichen Oberpfalz und in Sachsen verbreitet nochmals mehr als 30 cm Neuschnee. Dieser war meist pappig und schwer, so dass viele Bäume unter der großen Last zusammenbrachen. Zahlreiche Schulen blieben am 4. geschlossen.

Wie aus dem Bilderbuch: Sonnenschein wie selten zuvor

Mit rund 130 Stunden kam der Februar 2019 auf beeindruckende 179 Prozent seines Solls von 73 Stunden. In NRW schien die Sonne 125 Stunden (173%). Er überbot damit wohl knapp den Februar 2003, der bisher mit 129 Stunden an der Spitze der Statistik gelegen hatte, die im DWD seit 1951 geführt wird. Viele Stationen in Deutschland meldeten neue Februar-Rekorde. Am meisten schien die Sonne in Baden-Württemberg, mit örtlich über 175 Stunden – am wenigsten in Vorpommern mit gebietsweise unter 90 Stunden.

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